Türkische instrumente
Türkische instrumente
  Die in der weltlichen wie in der religiösen Kunstmusik verwendeten instrumente sind die kleinen Rahmentrommeln mit Schellen(def) und ohne Schellen (mazhar), die Puakenpaare kudüm, die Bekken zil, die offenen Längsflöten zil in verschiedenen Grössen aus Bambussrohr. Saiteninstrumente sind die in weiten Teilen des Orients vertretene Spiessgeige rebab, die kleine, dreisaitige kemençe rumi, eine halbbirnförmige Geige mit einem sehr kurzen Griffbrett, ferner die mit Bünden versehene Langhalslaute tanbur, bie bundlose Kurzhalslaute ud, die ins Abendland übernommen wurde und sich dort kaum verändert hat, das persische Hackbrett santur und die Trapezzither kanun.
  Es gab noch eine Reihe von instrumenten, die im Laufe der Jahrhunderte verlorengingen, wie die harfe çeng und die Panflöte mıskal (im 18. jh. nicht mehr in Gebrauch). Welche instrumente zur Aufführung bestimmter Stücke oder zur Begleitung des Solo oder Chorgesangs verwendet werden sollen, bleibte im allgemeinen den ausführenden überlassen. Nur hier und da, besonders im religiösen Bereich, gibt es gewisse Normen. Im übrigen werden seit dem 19. Jh. zunehmend europäische instrumente hinzugezogen, so dass die Freizügigkeit in der Besetzung immer umfangreicher wird.